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Ausgrabungsstätte Knossos:

ist das kulturhistorische Highlight der Insel. Die in den 20iger Jahren freigelegte Palastanlage ermöglicht heute auch dem Laien einen Einblick in das Leben zur Zeit der minoischen Hochkultur. Die von Sir Arthur Evens freigelegte und nach seinen Vorstellungen teilrekonstruierte Palastanlage ist in der Fachwelt nicht ganz unumstritten. Aber für uns Laien allemal eindrucksvoll.
 

Der ursprüngliche Palast war gigantisch. So sollen es hier über 1000 Räume gegeben haben. Geschäfte, Plätze, und Wohnraum für 100.000 Menschen in der Umgebung. Die ersten Bauten stammten aus der Bronzezeit, wurden aber gegen 1700 v.Chr. wahrscheinlich durch ein Erdbeben zerstört. Daraufhin wurden alle 4 Pälaste neu aufgebaut.  

Der Untergang von Knossos und der minoischen Kultur

steht nach Meinung der Gelehrten in engem Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch von Santorin im Jahre 1450 v.Chr. Eine gigantische Flutwelle zerstörte ganze Küstenregionen. Der daraus resultierende Zusammenbruch des öffentlichen Ordnung gab der Minoischen Kultur den Rest. Der Palast von Knossos wurde noch einmal aufgebaut, aber kurze Zeit später, wohl durch ein Feuer zerstört.
 

Um die Ausgrabung hatte sich auch Heinrich Schliemann bemüht, kam aber nicht zum Zuge. Der Engländer Sir Arthur Evans deutete Knossos als Palastanlage und Herrschersitz. Andere Wissenschaftler deuten die Anlage als riesige Totenstädte, andere sehen in Knossos das aus der Mythologie überlieferte Labyrinth. Abgeleitet vom altgriechischen Wort der Doppelaxt, vielfach gefundenes Relikt bei den Ausgrabungen.  

Dem geschichtlich Interessierten möchte ich auf jeden Fall den Besuch des Museums in Heraklion ans Herz legen. Tausende Exponate mit ungeheurem Detailreichtum, nicht nur die bekannten Abbildungen der Stierkämper und Delfine, sind hier zu sehen, sondern auch viele Gegenstände des Alltags, sei es Schmuck, Spiel-, Werkzeug und Waffen, werden im (leider viel zu kleinen) Museum präsentiert.
Die Informationen sind so vielseitig, daher möchte ich hier gerne auf Wikipedia verweisen oder auf Fachliteratur.

Hier ein praktischer Hinweis: Da Sie nicht die einzigen interessierten Besucher sind, ist es in Knossos immer gerappelt voll. Im Juli/August bitte unbedingt Wasser mitnehmen. Wenn Sie Knossos und den Besuch des Museums in Heraklion im Hotel als Ausflug buchen, haben Sie immer eine gute Führung dabei. Wer individuell mit dem PKw anreist und die geschäftstüchtigen Parkplatzeinweiser passiert hat, der kann beim Haupteingang sich einem Fremdenführer anschliessen (gegen Bezahlung). Wer es nicht macht, sollte sich in seinem Reiseführer vorab informieren, damit er mit den Steinen auch etwas anfangen kann. Steine sprechen nicht!
 
 
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